Samstag, 31. Mai 2008

TRONDHEIM

Der letzte gemeinsame Ausflug mit unseren Studenten aus Halden. Für viele ein weiterer Tag ohne Schlaf, da der Stavangertrip gerade hinter uns lag.

Trondheim ist für Tor zum Norden des Landes und mit seinen 170.000 Einwohnern schon eine der größeren Städte. Klassisches Sightseeing stand auf dem Programm, neben einer kleinen Gefängnisinsel haben wir uns einige typisch nordische Bauten angesehen und auch den einzigen Fahrradlift der Welt gesehen. Nach Oslo ist in Trondheim die zweitgrößte Uni des Landes. So trafen wir einige Studenten, die am Fluss grillten und konnten beim Kubb zeigen, dass wir ernst zu nehmende Gegner geworden sind.

STRÖMSTAD

Besuch aus Deutschland empfange ich immer gerne hier. So auch meine Schwester, die sich in der Region etwas umgeschaut hat. Mit ihr fuhr ich zu Norwegens liebsten Nachbarn, unter anderem in das kleine schwedische Strömstad (siehe Bild). "Eine Stadt wie aus einem Schwedenkrimi", wie Amelie meinte. Mit wunderschönen vorgelagerten Inseln und einem kleinen Bistro mit echter, frischer Fischsuppe. Jag älskar Sverige!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Das ist Norwegen

Fünf Tage und Nächte und tausende Kilometer später kann ich völlig erschöpft nun endlich wieder mal in einem richtigen Bett schlafen. Quer durch das Land sind wir gereist und haben Unbeschreibliches gesehen. Mehr zu Stavanger in den untenstehenden Blogeinträgen, über Trondheim gibt es dann im Laufe der Tage mehr zu sehen!

KJERAG




Voller Motivation wurde die Wanderung zum Kjeragbolten zu einer richtigen Tortur. Trotz des Sommers erschwerten Eis und Schnee das Klettern und Steilhänge konnte man nur mit am Berg montierten Eisenketten erklimmen. Das ganze sechs Stunden lang bei prallem Sonnenschein. Einige Norweger haben uns im Vorfeld von diesem Hiking-Trip abgeraten, aber so schnell kommt diese Chance nicht wieder, weshalb wir es schlussendlich doch gewagt haben.

Aber es hat sich gelohnt, für dieses eine Photo, das so vieles von einem abverlangt um es zu bekommen. Es steht exemplarisch für dieses Land.
Der Kjeragbolten ist ein großer Stein, 1.000 m über dem Lysefjord, eingeklemmt in einer Felsspalte. Auf diesen zu klettern erfordert Mut und dennoch bekommt man es mit der Höhenangst zu tun, sollte man es wagen einen Kilometer in die Tiefe zu gucken. Ich sage euch, das Herz schlägt verdammt schnell und das Adrenalin schießt in die Adern. Ein Erlebnis, das keiner von uns vergessen wird. Entsprechend stolz bin ich auch auf unsere 7-köpfige internationale Truppe.

PREKESTOLEN


Tag 2. Deutlich weniger anstrengend und langatmig war unser Trip an diesem Tag zum Prekestolen (norweg. für Kanzel). Er ist eines der beliebtesten Touristenziele in Norwegen. Zu Recht! Ein Felsplateau dessen Kanten über einen halben Kilometer senkrecht in den Fjord fallen. Von der Felsplattform selbst hat man eine traumhafte und unbeschreibliche Aussicht über den Fjord.
(Auf dem Bild oben lassen wir an der Kante die Füße baumeln).

STAVANGER

Stavanger liegt etwas südlich von Bergen und war unser Ausgangspunkt für mehrere Ausflüge in dieser Region Norwegens. Die Stadt selbst war nicht unser eigentliches Ziel, eher der Lyseford, einer der markantesten Fjorde des Landes. Mit unserem Opel Safira und 7 Personen an Bord fuhren wir auf teils bizarr anmutenden Straßen (rechts und links meterhohe Eiswände).









Die Nacht zwischen unseren großen Hiking-Trips verbrachten wir in idyllischer Umgebung in der Preikestolenhytta, einer kleinen Jungenherberge am Fuße des Preikestolen. Wegen der nur kurzen Dunkelphase in Norwegen in dieser Jahreszeit, konnten wir aber nicht wirklich lange schlafen. Wir hatten viel vor!

Montag, 19. Mai 2008

NASJONALDAG

Ein Land feiert sich selbst, bei jedem Wetter. In Halden gab es strömenden Regen in Oslo sogar Schnee. Trotzdem gehen am 17. Mai, Norwegens Nationalfeiertag, alle Landsleute auf die Straße, ziehen sich traditionelle Trachten an, lauschen Reden von Politikern und Blaskapellen, veranstalten Umzüge und winken fleißig mit der Nationalfahne, wie in der Haldener Innenstadt (siehe Bild).

Donnerstag, 15. Mai 2008

FREIZEIT

Neidisch müssen die Norweger anerkennen, dass die schwedischen Nachbarn in vielen Bereichen des Sports Vorreiter sind. Schwedischer Einfluss macht sich auch hier in Halden bemerkbar und so werden einige der von ihnen erfundenen Spiele kopiert. Zwei meiner Favoriten, mit denen wir hier unzählige Stunden verbringen, stelle ich mal kurz vor:

Kubb
Kubb, manchmal auch Hägars Wikingerschach genannt, ist zweifelsohne eines der populärsten Spiele unter uns Studenten. Schweden richtet darin sogar Weltmeisterschaften aus. Vereinfacht gesagt versuchen 2 Teams auf einem 8x6 Meter großem Spielfeld mit Holzstäben gegnerische Klötze umzuwerfen, wobei es noch einige weitere Besonderheiten zu beachten gilt. Das Ganze ist recht leicht zu erlernen aber schwierig zu meistern. Genau das Richtige um einen lauen Sommerabend ausklingen zu lassen.

Innebandy
Innebandy, eine Trendsportart Skandinaviens, die gerade auch in anderen Ländern an Beliebtheit gewinnt. Eigentlich ein klassisches Hockeyspiel. Nur haben die Schweden den Ball zerlöchert und die Schlägerform abgeändert. Deshalb spielt es sich schneller und ist eine völlige Rennerei, gerade wenn norwegische Gegenspieler auf dem Feld sind. So liegt man dann nach kurzer Zeit völlig erschöpft am Boden. Da macht auch verlieren Spaß.

Samstag, 10. Mai 2008

DIE LETZTEN WOCHEN

Der Sommer ist da in Halden. Seit zwei Wochen purer Sonnenschein; Beachvolleyball und Barbecue haben Hochkonjunktur. Die Nähe zum Norden sorgt dafür, dass es nachts nur noch einige Stunden dunkel wird. Das Zeitgefühl geht dementsprechend völlig flöten. Passend dazu ist auch die Klausurenphase fast zu Ende. Auf die nächsten verbleibenden Wochen freue ich mich ganz besonders. Am 17. Mai ist hier Nationalfeiertag, den das kleine aber stolze Volk im ganzen Land und ich in Oslo feiern werden. Eine Ausflug nach Stavanger, der diesjährigen Europäischen Kulturhauptstadt und Heimat der weltbekannten Fjorde, steht auf dem Programm. Außerdem geht es noch weiter in den Norden des Landes, nach Trondheim. Und da nun für die meisten Studenten hier die letzten Wochen des Aufenthalts in Halden beginnen fängt man nun an zu realisieren, dass diese Zeit des Lebens wohl so nie wieder kommt.