Freitag, 1. September 2006

ABGEBRANNT II

Heute morgen so gegen acht Uhr holt mich die Sirene der Nassauer Feuerwehr aus dem Bett. Als alter Blaulichtfanatiker habe ich schnell in Erfahrung bringen können, dass die Nassauer Floriansjünger zu einem Großbrand nach Bad Ems gerufen wurden. Und das will schon was heißen, wenn das kleine Nassau den Bad Emsern helfen muss. Also ging's schnell rein in die Klamotten und ab ins Auto. Großbrand in der Innenstadt. Das China-Restaurant bzw. das Nachbargebäude stand in Flammen.


>>>Anfahrt auf Bad Ems. Eine Rauchsäule steht über der Stadt


>>>Nur mit Atemschutz können die Feuerwehren den Brand bekämpfen.

Im Detail:
Insgesamt waren sieben Wehren (Bad Ems, Nassau, Lahnstein, Nievern, Fachbach, Dausenau, Arzbach) sowie später das zur Verstärkung angeforderte THW, die Polizei und das DRK bestens beschäftigt die Lage in den Griff zu bekommen. Das alte Backsteingebäude (neben dem China Restaurant) brannte komplett aus.
Vor Ort mussten die Feuerwehren an mehreren Stellen gleichzeitig vorgehen. Einsatzleiter und THW organisierten die Verteilung der Einsatzkräfte.
Von der Koblenzer Straße aus (also direkt vor dem Eingang des China Restaurants) bildeten die Drehleitern der Bad Emser und Nassauer Feuerwehren das Hauptangriffsmittel. Mit ihnen wurde der Dachstuhlbrand bekämpft.
Weitaus spannender war aber Einsatz in der Silberau Straße bzw. einer der Seitengassen, also des hinteren Teiles des Gebäudes.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung war ein Vorgehen nur mit schwerem Atemschutz möglich.
Ständig mussten die Feuerwehrleute im inneren des Gebäudes abgelöst werden und mussten sich erholen oder auch nen Kaffee trinken.
Aus Lahnstein wurde zur Verstärkung das THW gerufen. Sie waren für die Absicherung der instabil gewordenen Wände und Decken zuständig und wurden unterstützend im Atemschutz eingesetzt.
Doch wo die Katastrophe ist, da ist die Presse nicht weit. Schnell versammelten sich Presseleute der Rhein-Lahn-Zeitung, SWR Radio, RPR1 und einer kleinen lokalen TV Station.

Link zum Thema: Bericht auf SWR.de