Mittwoch, 23. Januar 2008

DIE WELT IST EIN DORF

Das kennt doch jeder, manchmal ist die Heimat näher als man denkt. Da unterhalte ich mich mit zwei Letten aus Riga, die seit diesem Semester mit mir hier studieren und ich stelle mich schon darauf ein auf die Frage: "Wo kommst du den her?" mit, "aus der Nähe von Frankfurt am Main" zu antworten, da offenbart sich: Die Beiden kennen sich aus, haben sie doch Bekannte in Koblenz wohnen. Und so erzählen mir vom dem Kaiser am "Deutsches Eck" und dem "Loehrcenter".
Tage später dann eine weitere Überraschung im Kurs Bussiness Communication. Sitzt dort eine ehemalige Mainzer Studentin, die nach ihrem Erasmus-Semester in Oslo, sich entschlossen hat gleich ihr ganzes Studium in Norwegen zu absolvieren. Tja, die Welt ist klein...

Sonntag, 13. Januar 2008

SEMESTERSTART

Wieder zurück in Norwegen. Das Frühlingssemester startet in Halden, mit neuen Kursen, neuen Studenten, einem neuen Zimmer (nach kleinem Umzug) und einer Menge Arbeit, aufgrund der Abschlussarbeit. In den letzten Wochen habe ich Halden und besonders einige Europäer schon vermisst und freue mich bekannte Gesichter wiederzusehen (schon verständlich, warum viele Studenten ihr Auslandssemester als die beste Zeit des Studiums ansehen). Und dann hält die Hochschule dieses Semester noch einige Überraschungen bereit. Aber dazu lest und seht ihr dann zu gegebener Zeit mehr an dieser Stelle.

Samstag, 5. Januar 2008

STOCKHOLM

Selbstbewusst nennt sich Stockholm direkt mal "The capital of Scandinavia". Und nachdem mir Göteborg so gut gefallen hat und mir einige Studenten von der schwedischen Hauptstadt vorschwärmten und sagten, Oslo wäre gegen Stockholm nur eine x-beliebige Großstadt, wollte ich mir selbst einen Eindruck verschaffen. Das ganze konnte ich mit einem Treffen zweier Freunde verbinden und gemeinsam wurde im Skansen, einem Freilichtmuseum mit Blick auf die Stadt, der Countdown zum Jahr 2008 gezählt. Sehr entspannt ging es zu, im Vergleich zu Deutschland deutlich weniger Böllerei (Skandinavier mögen es wohl lieber schlicht und einfach).


Richtig eingeschneit wurden wir dann im neuen Jahr, was die anfangs graue Stadt noch attraktiver machte (hier ein Bild aus unserem Fenster).

Aber nun zur Stadt selbst: Stockholm hat tatsächlich einiges zu bieten, was sie zu meiner favorisierten Hauptstadt in Skandinavien macht. Die Gamla Stan (Altstadt) mit ihren engen Gassen und dem königlichen Schloss lockt Touristenströme an. Auf den Spuren von Alfred Nobel besichtigten wir das Stadshuset, wo vor nicht ganz einem Monat die Nobelpreisträger ihr Galadinner hatten.

Und dann ist da noch das Vasamuseum, eines der besten Museen die ich bisher gesehen habe. Ein imposantes Kriegsschiff, welches im 17. Jahrhundert im Stockholmer Hafen unterging, mit all seinen Details restauriert wurde und nun eine der bestbesuchten Attraktionen der Stadt ist. Ein Bild eines Matrosen, der mit seinem Schiff auf der Jungfernfahrt unterging. Ich bin mir sicher, er war einer der besten Matrosen, allein schon des Namens wegen ;)

LILLEHAMMER

Lillehammer im Dezember. Das ist Winter wie man ihn sich vorstellt, nur noch kälter. Während in Halden eher Glatteis bei Null Grad herrscht, kommt hier bei Temperaturen um die minus 15 Grad erstmals die Winterkleidung richtig zum Einsatz. Trotz der Eiseskälte dort wurde es mir ganz warm, als ich mich auf ein Quad-Bike setzen durfte und eine (leider viel zu kurze) Runde um ein paar Häuser fuhr, um dann schlussendlich trotz Schneeketten so richtig im Tiefschnee festzustecken. Ein Höllenspektakel.













Und dann fand ich in Lillehammer etwas, das keine Kamera in der vollen Pracht wiedergeben kann. Ein Hotel, samt Bar und Kirche mit Altar, gebaut komplett aus Eis. Jedes Jahr wird es neu aufgebaut und bietet 40 Gästen Platz, die sich dann in warme Felldecken einwickeln um Nachts bei Minusgraden schlafen zu können. Ich habe mir vorgenommen irgendwann, wenn ich jemals die krassen Übernachtungspreise bezahlen kann, wiederzukommen und das ne' Nacht auszuprobieren.

Weltweit berühmt wurde Lillehammer durch die Olympischen Winterspiele '94. Damals trafen sich die Sportler aus ganzer Welt. Diesmal trat dort immerhin der lokale Eishockey Verein an und besiegte souverän die Gastmannschaft.