Montag, 19. Mai 2008

NASJONALDAG

Ein Land feiert sich selbst, bei jedem Wetter. In Halden gab es strömenden Regen in Oslo sogar Schnee. Trotzdem gehen am 17. Mai, Norwegens Nationalfeiertag, alle Landsleute auf die Straße, ziehen sich traditionelle Trachten an, lauschen Reden von Politikern und Blaskapellen, veranstalten Umzüge und winken fleißig mit der Nationalfahne, wie in der Haldener Innenstadt (siehe Bild).

Donnerstag, 15. Mai 2008

FREIZEIT

Neidisch müssen die Norweger anerkennen, dass die schwedischen Nachbarn in vielen Bereichen des Sports Vorreiter sind. Schwedischer Einfluss macht sich auch hier in Halden bemerkbar und so werden einige der von ihnen erfundenen Spiele kopiert. Zwei meiner Favoriten, mit denen wir hier unzählige Stunden verbringen, stelle ich mal kurz vor:

Kubb
Kubb, manchmal auch Hägars Wikingerschach genannt, ist zweifelsohne eines der populärsten Spiele unter uns Studenten. Schweden richtet darin sogar Weltmeisterschaften aus. Vereinfacht gesagt versuchen 2 Teams auf einem 8x6 Meter großem Spielfeld mit Holzstäben gegnerische Klötze umzuwerfen, wobei es noch einige weitere Besonderheiten zu beachten gilt. Das Ganze ist recht leicht zu erlernen aber schwierig zu meistern. Genau das Richtige um einen lauen Sommerabend ausklingen zu lassen.

Innebandy
Innebandy, eine Trendsportart Skandinaviens, die gerade auch in anderen Ländern an Beliebtheit gewinnt. Eigentlich ein klassisches Hockeyspiel. Nur haben die Schweden den Ball zerlöchert und die Schlägerform abgeändert. Deshalb spielt es sich schneller und ist eine völlige Rennerei, gerade wenn norwegische Gegenspieler auf dem Feld sind. So liegt man dann nach kurzer Zeit völlig erschöpft am Boden. Da macht auch verlieren Spaß.

Samstag, 10. Mai 2008

DIE LETZTEN WOCHEN

Der Sommer ist da in Halden. Seit zwei Wochen purer Sonnenschein; Beachvolleyball und Barbecue haben Hochkonjunktur. Die Nähe zum Norden sorgt dafür, dass es nachts nur noch einige Stunden dunkel wird. Das Zeitgefühl geht dementsprechend völlig flöten. Passend dazu ist auch die Klausurenphase fast zu Ende. Auf die nächsten verbleibenden Wochen freue ich mich ganz besonders. Am 17. Mai ist hier Nationalfeiertag, den das kleine aber stolze Volk im ganzen Land und ich in Oslo feiern werden. Eine Ausflug nach Stavanger, der diesjährigen Europäischen Kulturhauptstadt und Heimat der weltbekannten Fjorde, steht auf dem Programm. Außerdem geht es noch weiter in den Norden des Landes, nach Trondheim. Und da nun für die meisten Studenten hier die letzten Wochen des Aufenthalts in Halden beginnen fängt man nun an zu realisieren, dass diese Zeit des Lebens wohl so nie wieder kommt.

Sonntag, 6. April 2008

GRENZGÄNGER

Elgafossen / Älgafallet
Rechts Schweden, links Norwegen und dazwischen ein Wasserfall. Erster Halt auf unserem lokalem Roadtrip: Der Wasserfall Elgafossen, nicht weit von Halden entfernt, liegt genau auf der Grenzlinie.













Hvaler
Weiter ging es nach Hvaler: Eine Inselgruppe, über Brücken und Tunnel mit dem Festland verbunden, bietet Norwegern und Touristen das, was sie so sehr an diesem Land mögen: weit weg von Städten und nah an der Natur zu sein. Also dann, Picknick auf den Felsen und den wenigen Sonnenschein den wir haben genießen.







"Har du lyst til å være med en tur?" fragt da ein Norweger und nimmt mich 'ne Runde auf seinem motorisierten Karren mit.

Sonntag, 30. März 2008

WARSCHAU

Norway meets Poland. Dank Erasmus Austausch rückt Europa ein Stückchen näher und die Gelegenheit seine Freunde in ihren Heimatländern zu besuchen nutzt man natürlich. Nun ging es also nach Warschau. Kamil, mein Bachelorarbeits Kollege, hat einige Studies, die sich in Norwegen kennengelernt haben, zu seinem Geburtstag in die polnische Hauptstadt eingeladen. Knapp eine Woche hatten wir volles Programm. Warschaus Sehenswürdigkeiten wurden bestaunt, polnisches Essen probiert, der moderne Campus besucht und mit Studenten gefeiert.
Wieder zurück in Halden geht es nun in den Semesterendspurt, für uns brechen nun die letzten gemeinsamen Monate an. Die Abschlussarbeit sollte nun konkrete Formen annehmen, das Erasmus Leben führt aber zu erschwerten Arbeitsbedingungen ;)

Samstag, 15. März 2008

FROHE OSTERN

Bis jetzt ist es ein klasse Semester, vielleicht das Beste das ich je hatte. Mit so vielen spannenden Abenden (egal ob französischer Weinabend, zyprische Spezialitäten oder "pancakes and waffles") und kurzen Nächten. Das Erasmus Leben ist einfach unbeschreiblich.
Wie so viele Studenten verabschiede auch ich mich in meine Osterferien. Osterzeit ist Reisezeit. Erst gibt es den obligatorischen Heimatbesuch und dann geht's auf nach Warschau, wo einige Studies aus diesem und letzten Semester sich wiedersehen werden. Das erlaubt es uns auch gleich mal den neuen Flughafen in der Nähe von Halden auszuprobieren (ein alter Militärflughafen von dem nun auch norwegische Billigflieger starten).

Donnerstag, 28. Februar 2008

23


Wow! Danke für diesen kalorienreichen Abend

Dienstag, 26. Februar 2008

NORWEGEN UND EUROPA

Es ist Teil des Schengen-Raumes, exportiert zu 80% in die EU und nicht zuletzt nimmt es auch am Erasmus Austausch teil, aber Mitglied in der EU will Norwegen nicht sein. Zwei Mal konnten die Norweger über einen EU-Beitritt schon abstimmen und zweimal sagten sie "Nei takk". Es wird also spannend wenn die beiden Parteien aufeinandertreffen.
José Manuel Barroso, der EU-Kommissionspräsident und der norwegischer Außenminister Gahr Støre stellten sich nun in Oslo der Öffentlichkeit. Aus diesem Anlass machte sich auch unser Economics-Kurs auf den Weg in die Hauptstadt (auf Kosten der Uni) um nach ein paar Antworten zu suchen.
Mein Fazit:
Aus wirtschaftlicher Sicht hat es Norwegen nun sicher nicht nötig, dem Club der EU beizutreten. Sie schwimmen hier ja förmlich im Öl und Geld, auch wenn man das nicht auf Anhieb sieht. Dennoch: Norwegen sitzt bei Beratungen der EU immer mit am Tisch, wenn dann aber abgestimmt wird ist es nurnoch Zuschauer. Umsetzen muss Norwegen viele Richtlinien trotzdem. Eine Mitgliedschaft wäre nur eine logische Konsequenz.
Aber das sieht die Mehrheit der Norweger anders.

Donnerstag, 21. Februar 2008

SCHWEDISCHE BUSFAHRT

Wer hier oben im Norden mit dem Auto oder Bus unterwegs ist, sollte nicht denken, dass in einem der wohlhabendsten Länder Europas sich auch perfekte Straßen durch das Land ziehen. Neben den wenigen Autobahnen, die teilweise deutschen Landstraßen gleichen, sorgen natürliche Hindernisse für kurvenreiche Wege und enge Tunnel.

Unterwegs in Schweden musste unser Bus, da die Autobahn gesperrt war, auf eine viel zu enge Umgehung ausweichen. Das konnte nicht gut gehen. Ein entgegenkommender LKW zwang den Busfahrer zu einem Manöver, das die Fahrt vorerst beendete. Der Bus kam von der Fahrbahn ab, die Vorderreifen verloren den Kontakt und alles schwankte.
In so einer Situation zeigt sich die skandinavische Gelassenheit. In Ruhe verließen die Leute den Bus und versuchten das drohende Umkippen zu verhindern.

Aber so ein richtiges Wikingervolk braucht in dieser Lage keine Feuerwehr sondern nur einen Helden, der unter Einsatz seines Kombis den Bus wieder auf die Straße zieht. Dafür braucht sein Auto jetzt nen neuen Satz Hinterreifen.
Die Fahrt konnte weitergehen.