Es ist ein verdammt früher Samstagmorgen in Halden. 05.30 Uhr und (fast) alle Internationals sind auf den Beinen. Schnell noch was frühstücken und matpakke in den Rucksack. Dann geht es auch schon auf nach Norefjell. Wie schon letztes Semester (damals nach Bergen), gibt es nun wieder einen organisierten Ausflug für uns und unsere Buddys.
Von Halden bzw. Oslo aus gesehen ist Norefjell der erste richtige Berg Südnorwegens, der auch Wintersport erlaubt.Mit Ski und Snowboard ging es dann auf die Pisten, bei bestem Wetter und toller Aussicht. Leider ging das Ganze viel zu schnell vorbei.
Abends lud dann unsere "Party-French-Crew" zum Après-Ski (malwieder Hütte 8B). Übrigens zeigte sich auch diesmal das International Office großzügig: Busfahrt, Skiausleihe und Liftpässe wurden uns bezahlt.
Sonntag, 10. Februar 2008
SKITRIP NOREFJELL
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David
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GEGENMAßNAHMEN
Die norwegischen Bewohner des Hauses 8B leiden mitunter an Schlafmangel, wenn die Erasmusstudenten die Nacht durch ausgelassen in der Küche feiern. Deshalb hat sich eine Musikstudentin zu dieser Gegenmaßnahme entschlossen.
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David
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Mittwoch, 23. Januar 2008
DIE WELT IST EIN DORF
Das kennt doch jeder, manchmal ist die Heimat näher als man denkt. Da unterhalte ich mich mit zwei Letten aus Riga, die seit diesem Semester mit mir hier studieren und ich stelle mich schon darauf ein auf die Frage: "Wo kommst du den her?" mit, "aus der Nähe von Frankfurt am Main" zu antworten, da offenbart sich: Die Beiden kennen sich aus, haben sie doch Bekannte in Koblenz wohnen. Und so erzählen mir vom dem Kaiser am "Deutsches Eck" und dem "Loehrcenter".
Tage später dann eine weitere Überraschung im Kurs Bussiness Communication. Sitzt dort eine ehemalige Mainzer Studentin, die nach ihrem Erasmus-Semester in Oslo, sich entschlossen hat gleich ihr ganzes Studium in Norwegen zu absolvieren. Tja, die Welt ist klein...
Sonntag, 13. Januar 2008
SEMESTERSTART
Wieder zurück in Norwegen. Das Frühlingssemester startet in Halden, mit neuen Kursen, neuen Studenten, einem neuen Zimmer (nach kleinem Umzug) und einer Menge Arbeit, aufgrund der Abschlussarbeit. In den letzten Wochen habe ich Halden und besonders einige Europäer schon vermisst und freue mich bekannte Gesichter wiederzusehen (schon verständlich, warum viele Studenten ihr Auslandssemester als die beste Zeit des Studiums ansehen). Und dann hält die Hochschule dieses Semester noch einige Überraschungen bereit. Aber dazu lest und seht ihr dann zu gegebener Zeit mehr an dieser Stelle.
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David
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Samstag, 5. Januar 2008
STOCKHOLM
Selbstbewusst nennt sich Stockholm direkt mal "The capital of Scandinavia". Und nachdem mir Göteborg so gut gefallen hat und mir einige Studenten von der schwedischen Hauptstadt vorschwärmten und sagten, Oslo wäre gegen Stockholm nur eine x-beliebige Großstadt, wollte ich mir selbst einen Eindruck verschaffen. Das ganze konnte ich mit einem Treffen zweier Freunde verbinden und gemeinsam wurde im Skansen, einem Freilichtmuseum mit Blick auf die Stadt, der Countdown zum Jahr 2008 gezählt. Sehr entspannt ging es zu, im Vergleich zu Deutschland deutlich weniger Böllerei (Skandinavier mögen es wohl lieber schlicht und einfach).
Richtig eingeschneit wurden wir dann im neuen Jahr, was die anfangs graue Stadt noch attraktiver machte (hier ein Bild aus unserem Fenster).
Aber nun zur Stadt selbst: Stockholm hat tatsächlich einiges zu bieten, was sie zu meiner favorisierten Hauptstadt in Skandinavien macht. Die Gamla Stan (Altstadt) mit ihren engen Gassen und dem königlichen Schloss lockt Touristenströme an. Auf den Spuren von Alfred Nobel besichtigten wir das Stadshuset, wo vor nicht ganz einem Monat die Nobelpreisträger ihr Galadinner hatten.
Und dann ist da noch das Vasamuseum, eines der besten Museen die ich bisher gesehen habe. Ein imposantes Kriegsschiff, welches im 17. Jahrhundert im Stockholmer Hafen unterging, mit all seinen Details restauriert wurde und nun eine der bestbesuchten Attraktionen der Stadt ist. Ein Bild eines Matrosen, der mit seinem Schiff auf der Jungfernfahrt unterging. Ich bin mir sicher, er war einer der besten Matrosen, allein schon des Namens wegen ;)
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David
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22:38
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LILLEHAMMER
Lillehammer im Dezember. Das ist Winter wie man ihn sich vorstellt, nur noch kälter. Während in Halden eher Glatteis bei Null Grad herrscht, kommt hier bei Temperaturen um die minus 15 Grad erstmals die Winterkleidung richtig zum Einsatz. Trotz der Eiseskälte dort wurde es mir ganz warm, als ich mich auf ein Quad-Bike setzen durfte und eine (leider viel zu kurze) Runde um ein paar Häuser fuhr, um dann schlussendlich trotz Schneeketten so richtig im Tiefschnee festzustecken. Ein Höllenspektakel.

Und dann fand ich in Lillehammer etwas, das keine Kamera in der vollen Pracht wiedergeben kann. Ein Hotel, samt Bar und Kirche mit Altar, gebaut komplett aus Eis. Jedes Jahr wird es neu aufgebaut und bietet 40 Gästen Platz, die sich dann in warme Felldecken einwickeln um Nachts bei Minusgraden schlafen zu können. Ich habe mir vorgenommen irgendwann, wenn ich jemals die krassen Übernachtungspreise bezahlen kann, wiederzukommen und das ne' Nacht auszuprobieren.
Weltweit berühmt wurde Lillehammer durch die Olympischen Winterspiele '94. Damals trafen sich die Sportler aus ganzer Welt. Diesmal trat dort immerhin der lokale Eishockey Verein an und besiegte souverän die Gastmannschaft.
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David
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22:37
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Sonntag, 23. Dezember 2007
KOPENHAGEN
Wenn man bei der Anfahrt auf Kopenhagen gutes Wetter erwischt kann man diesen Ausblick genießen. Eine wirklich beeindruckende Brücke musste der Bus aus Halden, nach 6 stündiger Fahrt überqueren, sie verbindet das schwedische Festland direkt mit der dänischen Hauptstadt. Eine sympatische Stadt, lebendiger als Oslo.
Neben den obligatorischen Museumsbesuchen, einer Rundfahrt auf Kopenhagens Kanälen und Zoobesuch blieb auch die Möglichkeit einige letzte Weihnachtsgeschenke zu besorgen, allerdings eher in den großen Einkaufszentren, denn mein erster Eindruck aus Oslo und Halden, dass Skandinavier nicht wirklich erfolgreich Weihnachtsmärkte betreiben, hat sich in Kopenhagen nochmal bestätigt. So, nun habe ich dann meine vierte Währung im Portemonnaie (norwegische, schwedische und dänische Kronen sowie Euros). Glück hatte ich mit meinen Zimmergenossen im Youthhostel. Allesamt waren Skandinavienfans (u.a. aus Australien und Finnland) und auf Rundreise durch Nordeuropa. So konnten wir uns gegenseitig von unseren Erlebnissen erzählen und einige Tipps austauschen.
Trotz eisiger Kälte in Kopenhagen ging es bis spätabends in den Tivoli, einem mitten in der Stadt gelegenen Freizeitpark, der in dieser Zeit mit Tausenden von Lichtern erleuchtet ist und neben allerlei Achterbahnen und Schießbuden auch die dänische Konsumlust stillt.
Bild vom Kopenhagener Nyhavn. Eine mit farbenfrohen Giebelhäusern bestückte Straße.Eines der dänischen Einkaufzentren (erinnert irgendwie an New York)
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David
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02:00
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Montag, 10. Dezember 2007
ET halv ÅR I NORGE...
Die Klausuren geschrieben, die Hausarbeiten abgegeben. Das Herbstsemester am Østfold University College in Halden ist zu Ende und damit ist auch schon Halbzeit meines Auslandaufenthaltes. Dabei fühlt es sich an, wie gestern erst angekommen. Eine Menge kleine und große Erlebnisse bleiben unvergessen. Vom Trip nach Bergen, über das Schwimmem im eiskalten Fjord bis zu Anthonys Gitarren Abenden.
Das Semester vorbei, das heißt auch Abschied nehmen von einigen Freunden, die nur ein Semester hier verweilen. Aber nach ersten Planungen sehen wir uns schon kommenden Sommer in Warschau wieder.
Beim farewell-lunch (siehe Bild) trafen sich die Internationals nochmal und bei einigen internationalen und norwegischen Pianostücken konnte man auf die gemeinsam verbrachte Zeit blicken.
Nach den letzten (etwas) anstrengenden Wochen nun also das Kofferpacken, aber es geht nicht zurück nach Deutschland sondern nun ist Zeit für einige lang vorgenommene Ausflüge: Kommende Woche lockt die dänische Hauptstadt Kopenhagen, wo sich dann auf dem Tivoli julemarked hoffentlich endlich mal Weihnachtsstimmung bei mir einstellt. Zum Fest geht es in das verschneite norwegische Städtchen Lillehammer, und das neue Jahr wird bei Norwegens Nachbarn begrüßt, in Stockholm.
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David
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16:34
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FESTSTELLUNGEN
Knapp ein Semester ist vergangen in Norwegen, damit wird es Zeit für einige pauschale und subjektive Feststellungen:
- Norweger sind ein Volk mit ungekannten Eigenarten, anfangs wirken sie eher zurückgezogen und kühl, wenn sie dann aber ohne Rücksicht auf die horrenden Alkoholpreise zu trinken anfangen wird der Norweger ungewohnt kommunikativ; am nächsten Tag dann aber wieder unter Umständen grußlos an dir vorbeilaufen.
- Somalische Reisgerichte können richtig gut schmecken.
- Erasmus-Studenten bilden immer gerne einen großen "Klumpen" und suchen zum Feiern nicht nach einem Anlass.
- Professoren mit dem Vornamen anzusprechen sollte auch in Deutschland die Regel werden.
- Wenn man seinen Zeigefinger auf der Karte auf Oslo legt und das Land dreht, kann man Rom erreichen.
- Mit unterschiedlichsten Mitbewohnern in einem Haus einen mehr oder weniger funktionierenden Putzplan aufzustellen ist eine tägliche Herausforderung und trotzdem eine Mausefalle zu brauchen ärgerlich.
- Nationale Klischees sind nicht immer grundlos.
- Franzosen und Englisch, das passt nicht immer zusammen.
- Norwegen ist teuer. Umrechnen ist zwecklos; der Liter Milch kostet eh überall über einen Euro, und ein Jahr nur von Fünfkronenbrot und Kartoffeln leben zu wollen macht unglücklich. Was sich auszahlt, ist der Verzicht auf das teure norwegische Bier, das nur Norweger lecker finden und natürlich die Nähe zu Schweden für Großeinkäufe zu nutzen.
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David
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16:30
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