

Die ersten Wochen des Herbstsemesters sind vorüber. Und eines wurde von Beginn an deutlich: Der Lehrstil unterscheidet sich sehr von unserem in Mainz. Vorlesungen im International Business Programm haben selten mehr als 20 Teilnehmer. Man ist endlich mal als Business Student keine Nummer im System, im Gegenteil man wird mit Vornamen angesprochen und tut dies ebenso mit seinen Profs (generell duzt man sich in Norwegen). Die Profs legen viel Wert auf Gruppenarbeit und Präsentationen geben Hausaufgaben und besprechen Themen, die von aktuelle Relevanz sind (so z.B. wird in "Global Markets" über die Immobilienkrise in den USA und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte weltweit diskutiert), insgesamt also verschulter als in Deutschland. Dabei sollen nie zwei Studenten einer Nation zusammen in einer Gruppe arbeiten. Man soll schließlich sein Englisch verbessern. Eine erste Präsentation in "International Marketing", zusammen mit zwei Franzosen und einem Belgier, verlief sehr gut.
Natürlich gibt es auch hier interessante und weniger spannende Vorlesungen. "Corporate Communication" zum Beispiel hat einen Unterhaltungswert ähnlich der Unternehmensführungsvorlesungen von Prof. Bronner aus Mainz, mit anderen Worten, gegen Ende der Vorlesung gehen die Studenten auch gerne mal früher oder erscheinen erst garnicht.